Kaffee Magazin

Warum ist kolumbianischer Kaffee der Lieblingskaffee der Welt?

Kolumbianischer Kaffee wird oft als einer der hochwertigsten Kaffees der Welt bezeichnet. Traditionell werden in Kolumbien Arabica-Bohnen angebaut. Die einzigartige Geographie des Landes bietet perfekte Bedingungen für die Produktion eines hochwertigen Kaffees. Diese Tatsache und eine progressive Marketingkampagne der National Federation of Coffee Growers (FNC), die seit Ende der 1950er Jahre daran arbeitet, den kolumbianischen Kaffeesektor an die Spitze der internationalen Kaffeehandels zu bringen, führten dazu, dass heute Kolumbien als einer der weltweit führenden Kaffee-Exporteure gilt und jedes Jahr Millionen von Säcken mit den feinsten Kaffeebohnen ins Ausland verschifft. Die durchschnittliche Jähresproduktion Kolumbiens beträgt ca. 11,5 Millionen Säcke, was Kolumbien zum drittgrößten Kaffeeproduzenten der Welt macht, nach Brasilien und Vietnam. Über 500.000 Bauernhöfe, meist kleine Betriebe von 5 Hektar oder weniger, verteilen sich auf den Kaffeeterassen der Anbaugebiete und bilden eine der biologisch vielfältigsten Landschaften der Welt.

Warum verliebte sich die Welt im kolumbianischen Kaffee?

Perfektes Kaffeeanbauklima, gepaart mit den weltbesten Kaffee- Varietäten und im Einklang mit der Natur geführten Fincas, tragen zu der Popularität des kolumbianischen Kaffees bei.
Der kolumbianische Kaffee ist weltberühmt. Haupsächlich für seinen unverwechselbaren Geschmack und das milde, aber gehaltvolle Aroma. Das mag erklären, warum Kolumbien seit fast 200 Jahren Kaffee exportiert. Der Kaffee ist zwischenzeitig das wichtigste Exportgut des Landes. Es gibt einige Gründe für den Erfolg des kolumbianischen Kaffees, die Geographie des Landes ist zweifellos einer davon. Die Arabica Kaffeepflanze gedeiht am besten auf vulkanischem Boden in Höhen von 1.200 bis 1.800 Metern, an frostfreien Standorten, die jedoch genug Regen im Jahr bekommen.

Wo wächst der Kaffee?

Kolumbien wird von den Anden durchzogen, die sich in drei parallele Gebirgszüge, sog. Cordilleras aufteilen, die von Süden nach Norden verlaufen. Ein Großteil des Kaffees wird in dieser Region angebaut, die als Die Kaffeekulturlandschaft Kolumbien (CCLC) oder Eje Cafetero bezeichnet wird. Dieses Gebiet setzt sich aus drei Departamanetos zusammen: Caldas, Risaralda und Quindío, mit Hauptstädten Manizales, Pereira und Armenia. Auch im Landesinnerem wird ein hervorragender Kaffee produziert. In den Regionen Antioquia, Cundinamarca, Boyaca und dem Norden von Tolima, die über ähnliche Bedingungen, wie der kolumbianischer Kaffeegürtel verfügen, gedeiht ebenfalls erstklassiger Arabica Kaffee, der auch über das ganze Jahr geerntet wird. Tatsächlich werden die kolumbianischen Anden als die "reichste und vielfältigste Region der Erde" bezeichnet. Im Jahr 2007 verlieh die Europäische Union dem kolumbianischen Kaffee die geschützte Ursprungsbezeichnung. Im Jahr 2011 erklärte die UNESCO die Kaffeekulturlandschaft Kolumbiens zur Weltkulturerbe.

Kaffeelandschaft in Kolumbien- Handcraft Coffee

Die Kaffeekulturlandschaft Kolumbiens (CCLC).

Die Entstehung der CCLC liegt im 19 Jahrhundert, als die antiochenischen Siedler sich in dieser Regoin niederließen. Im Laufe der Jahre entsandt hier eine Wirtschaft und Kultur, die tief in der Tradition des Kaffeeanbaus verwurzelt ist. Die Kaffeefarmen befinden sich in steilen Hängen der Gebierge in schwindelerregenden Höhen mit einer steilen Steigung von manchmal über 25%! Dieses ungewöhnliche geographische Merkmale wirkt sich auf die Architektur, den Lebensstil und die Agrarwirtschaft der Kaffeebauern auch Cafeteros gennat. Deren unverwechselbare Lebensweise wurde von Generation zu Generation weitergegeben und ist mit dem Kaffee eng verbunden.

Unesco Kolumbien- Handcraft Coffee

Quelle: Unseco

Wie kam der Kaffee nach Kolumbien?

Es ist unklar, wann der Kaffee im heutigen Kolumbien angekommen ist. Einige Schriften liegen nahe, dass die Bohne im siebzehnten Jahrhundert mit Jesuitenpriestern gebracht wurde. Die erste Kaffeelieferung nach Übersee erfolgte erst im Jahr 1835, als 2500 Pfund Kaffee von Kolumbien in die Vereinigten Staaten gebracht wurden. Bis 1860 hatte sich Kaffee zum dominierenden Exportgut entwickelt, und kurz darauf sind die Zölle auf Kaffeeexporte zur wichtigsten Quelle der Staatseinnahmen geworden. In den 1930er Jahren fand eine Landreform statt um die Ungleichheit im Landbesitz zu verringern. Allerdings, bis 1980 verwalteten 10% der Großbetriebe 80% der gesamten Ackerfläche des Landes. Erst in den letzten 30 Jahren hat sich ein starker Trend zu kleinen Fincas durchgesetzt.
Die globale Kaffeekrise von 1989, als das Internationale Kaffeeabkommen zerbrach, führte zu einem enormen Gewinneinbruch für die Landwirte. Viele waren gezwungen ihre Kaffeeplantagen zu verlassen und nach Arbeitsalternativen in den Städten zu suchen. In den letzten Jahren hat die globale Erwärmung die Kaffeeproduktion in Kolumbien und auf der ganzen Welt stark beeinträchtigt. Die FNC hat einem Bericht der International Coffee Organisation aus dem Jahr 2009 zugestimmt, der besagt, dass der Klimawandel der größte Faktor für Veränderungen in der weltweiten Kaffeeproduktion ist. Der Tourismus und ein allgemeiner Anstieg der Kaffeepreise auf der ganzen Welt haben dazu beigetragen, dass die kolumbianische Wirtschaft sich langsam erholt.

Wie unterscheidet sich der Geschmack?

Die Kaffeeproduktion in Kolumbien bringt milde und ausgewogene Kaffees hervor. Der Kaffee, der in wärmeren, nördlicheren und tieferen Lagen angebaut wird, wie Sierra Nevada de Santa Marta, Perija- Bergen, Casanare und Santander, hat einen niedrigeren Säuregehalt und einen volleren Körper. Während die Kaffeebohnen aus den südlichen Regionen von Narino, Cauca, Huila und dem Süden von Tolima, die in höheren Lagen und näher am Äquator wachsen, weisen einen höheren Säuregehalt und eine beliebte ausgeprägte Süße. Es sieht so aus, als würde Kolumbien Kaffee für jeden Geschmack anbieten.

Wie wird der Kaffee verarbeitet?

In dem kolumbinischen Hochland ist es üblich die Kaffeekirschen einzeln zu pflücken. Die Kaffeepflücker bearbeiten einen Baum ca. alle 10 Tage um nur die reifen Kaffeekirschen zu sammeln, diese werden oft noch am gleichen Tag entpulpt. Ein guter Pflücker kann bis zu 90 Kilo reife rote Kirschen am Tag ernten, was ca. etwa 18 Kilo Kaffeebohnen ergibt. Üblich für Kolumbien ist der „fully washed“ Kaffee. Dieser hat einen klaren Geschmack und fruchtige Aromen. Angebaut werden Varietäten Tipica, Maria Colombia, Caturra, Bourbon und seit wenigen Jahren Geisha.

In unserem Shop findest Du einige hervorragende Kaffees aus Kolumbien, die das breite Spektrum der Aromen wiederspiegeln. Vielleicht findest Du auch etwas für Deinen Geschmack!

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