Kaffee Magazin

Wie ist der Koffeingehalt von Kaffee und Espresso? Was macht uns wirklich wach?

Was enthält mehr Koffein, Espresso oder Kaffee?

Koffein ist der bekannteste Inhaltstoff des Kaffees und spielt bei dessen Beliebtheit eine bedeutende Rolle. Koffein macht uns wach, es regt das Herz-Kreislauf-System an und unterstützt Konzentration und Aufmerksamkeit, was zu einer Leistungssteigerung führt.

Koffein ist ein Alkaloid, das während der Photosynthese in der Kaffeepflanze zum Schutz vor Insekten produziert wird. Nicht nur Kaffee enthält Koffein auch Tee- und Kakaopflanze produzieren Koffein. Im täglichen Leben ist Koffein auch in Tee, Energydrinks, Cola oder Schokolade enthalten.

Wie wirkt Koffein?

Es dauert ca. 10 bis 60 Minuten bis Koffein in den Blutkreislauf gelangt und das Gehirn erreicht. Dort entfaltet es dann seine stimulierende Wirkung. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat 200 Milligramm Koffein pro Einzeldosis und 400 mg pro Tag bei gesunden Erwachsenen als unbedenklich eingestuft. Das entspricht etwa vier Tassen Kaffee. Die töd­liche Dosis für einen Erwachsenen liegt bei zehn Gramm Koffein (etwa 333 Espressi). Vergiftungserscheinungen können allerdings schon ab einem Gramm Koffein auftreten.

Der Koffeingehalt.

Ein Espresso gilt als ein wahrer Augenöffner, reichhaltig und hochkonzentriert. Es scheint, als wäre er an einem besonders anstrengenden Morgen, nahezu die einzige Rettung. Aber enthält ein Espresso wirklich mehr Koffein als ein handaufgebrühter Kaffee?

Was sagen die Zahlen?

100 ml Espresso enthalten laut Deutscher Kaffeeverband zwischen 100 und 300 mg Koffein, die gleiche Menge Kaffee enthält nur ca. 80mg.

Die getrunkene Menge Kaffee macht es also aus!

Während ein klassischer Espresso ein Volumen von 25ml hat, hat ein Kaffeebecher den Volumen von 200 ml. Dazu ergeben sich diese Zahlen

 

Espresso

25 ml

25–30 mg

Filterkaffee

200 ml

64–96 mg

Cappuccino

200 ml

25–30 mg

Grüner Tee

200 ml

48–80 mg

So gesehen hat Espresso tatsächlich mehr Koffein als Kaffee.

Du kannst an dem folgenden Prinzip denken um den Koffeingehalt grob zu erahnen.

Das Wasser nimmt umso mehr Koffein auf, je heißer es ist. Je länger die Kaffeebrühzeit ist, desto mehr Koffein löst sich im Wasser auf.  Je feiner das Kaffeepulver gemahlen ist, desto mehr Koffein geht in das Getränk über. Außerdem löst sich bei einer heißen Röstung ein Teil der Koffein-Moleküle auf. Röstungen in höheren Temperaturbereichen erzeugen eine dunklere Färbung, ist dies auch ein Hinweis auf einen geringeren Koffeingehalt.

Wir wissen jetzt, dass der Koffeingehalt von Filterkaffee und Espresso variiert abhängig von der Kaffeemenge, Art der Kaffeebohne und der Zubereitungsart.

Aber warum denken wir oft, dass Espresso uns einen größeren Kick bereitet als eine normale Tasse Kaffee?

Es hat möglicherweise damit zu tun, wie schnell Du das Getränk trinkst. Die kleine Portionsgröße eines Espressos bedeutet, dass wir es möglicherweise schneller trinken als eine Tasse Kaffee, die normalerweise langsamer genossen wird.

Espresso kann tatsächlich eine gute Option sein, wenn Du den Koffeinkonsum reduzieren aber auf eine schnelle Wirkung nicht verzichten möchtest.
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