Kaffee Magazin

Kaffee aus Kenia- der beste Kaffee der Welt!

Kaffee ist eine empfindliche und anspruchsvolle Pflanze, die bestimmte Bedingungen braucht um zu wachsen. Kaffee mag moderaten Sonnenschein und reichlich Feuchtigkeit. Diese Bedingungen findet man unter anderem in den Bergregionen entlang des Äquators- dem sog. Kaffeegürtel. Dieser Bereich erstreckt sich zwischen dem Wendekreis des Krebses und dem Wendekreis des Steinbocks.

Die richtige Lage ist ausschlaggebend für die Qualität der Erzeugnisse und beeinflusst den Geschmack des aufgebrühten Kaffees. Ich möchte Dir die besonderen Eigenschaften des Kaffees aus den unterschiedlichen Herstellungsländern näherbringen und Dich auf die Reise in die Welt des Kaffees mitnehmen.

 Unsere erste Reise geht nach Afrika!

Die afrikanischen Kaffees sind vielseitig und voller Überraschungen. Sie kennzeichnen sich durch blumige und zitrusartige Aromen, wie z.B. die äthiopischen Kaffees, über die beerigen Bohnen aus Kenia sowie den weichen und fruchtigen Kaffees aus Sambia. Heute widme ich mich dem kenianischen Kaffee, meinen persönlichen Favoriten.

 Kaffeeland: Kenia

Trotz der Nähe zum Geburtsort des Kaffees - Äthiopien, wurde der Kaffeeanbau in Kenia relativ spät eingeführt, zu Kolonialzeit. Um das Jahr 1900 brachten schottische Missionare die Kaffeepflanze nach Kenia. Trotz der noch sehr jungen Kaffeeanbau- Geschichte, ist Kenia heute ein Land, das einige der besten Kaffees der Welt produziert. Die ersten kommerziellen Produzenten waren die großen britischen Farmen, die den Kaffee nach London verkauften. Nach dem Mau-Mau- Aufstand, der im Jahr 1954 begann und mit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1963 endete, wurde die Kaffeeproduktion zum ersten Mal den kenianischen Bauern überlassen.

Heute ist Kenia einer der primären Kaffeeanbau- Länder der Welt. Die besten Anbaulagen befinden sich im zentralen Hochland, auf dem Hochplateau nördlich und nordöstlich von Nairobi, an den südlichen Hängen des Mount-Kenya- Massivs und in den Ausläufern der Abardare Range.

Es wird geschätzt, dass 70% des in Kenia geernteten Kaffees von ca. 600.000 Kleinbauern produziert wird, die in mehreren hundert Kooperativen organisiert sind. Der Rest der Kaffeeproduktion des Landes teilt sich auf mittlere und große Betriebe. Insgesamt sind circa sechs Millionen Kenianer in der Kaffeeindustrie beschäftigt.

Traditionell für den Kenianischen Kaffeemarkt ist die schon im Jahr 1934 eingeführte offene Auktion, eine durch die Regierung wöchentlich organisierte Verkaufsauktion, bei der die Qualität des Kaffees den Preisbestimmt. Diese Maßnahme wurde eingeführt im Züge des Kenia Coffee Act, als ein Mittel zur Kontrolle des Kaffeeverkaufs nach London. Die Auktionen finden an der Nairobi Kaffeebörse statt. Das transparente System hat eine Preishierarchie, die auf Qualität des Produktes basiert, der Höchstbietende der Auktion gewinnt und die Kaffees von der höchsten Qualität erzielen auch die höchsten Preise. Die Qualität der kenianischen Kaffeebohnen wird vor allem nach der Größe der Bohnen beurteilt und den folgenden Qualitätsklassen zugeordnet:

  • PB - Peaberry Bohnen. Etwa 10% der kenianischen Kaffee fällt in diese Kategorie.
  • AA - Bohnen mit einer Diagonale von 7,2 mm. Diese Kaffeesorte erhält oft einen höheren Preis als andere Sorten.
  • AB - Etwas kleiner, als AA, mit einer Diagonale von 6,8 mm. Durchschnittlich 30% der Gesamtproduktion.
  • E – Elefant- Bohnen. Zu dieser Kategorie gehören die größten Bohnen, sehr selten.
  • C - Bohnen zu klein für die Kategorie AB, kleiner als Peaberry Bohnen.
  • TT – Sehr kleine Bohnen.
  • T - Die niedrigste Klasse in der Klassifizierung. Die meisten dieser Bohnen sind in der Tat nur Scherben.
  • Buni – ein ungewaschener Kaffee. Diese Kaffeekirschen wurden nicht gepflückt, sondern fielen lediglich nach der Reifung vom Strauch ab. Der aufgebrühte Kaffee ist in der Regel sauer im Geschmack und erzielt in der Auktion den niedrigsten Preis.
      Ende 2006 trat ein neues Gesetz in Kraft, dass es möglich machte, den Kaffee direkt zwischen Produzenten und Endabnehmern zu handeln. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Auktionsplattform verpflichtend für alle Farmer. Das neue System, auch als das "zweite Fenster" bekannt, entstand unter dem Druck seitens der Kaffeebauern und Kooperativen, die behaupteten, dass das Auktionssystem eine lange Kette von Mittelsmänner begünstigt und das Einkommen und die Existenz der Landwirte bedroht. Heute ermöglicht der direkte Handel vielen Kleinbauern einen unkomplizierten Weg auf den internationalen Markt.

      Der kenianische Kaffee ist in der Regel voll gewaschen und in der Sonne auf erhöhten Trocknungsterassen getrocknet, häufig als "afrikanische Betten" bekannt.

      Der saure Boden im Hochland von Zentralkenia, die richtige Menge an Sonnenlicht und Niederschlag bieten hervorragende Bedingungen für das Wachstum der Kaffeepflanzen. Dieser Kaffee kennzeichnet sich durch scharfe, fruchtige Säure, vollen Körper und intensiven Duft. Es erwartet Dich eine aromatische, vollmundige Tasse Kaffee, die fruchtig-würzig schmeckt, in der Du Noten von roten und schwarzen Johannisbeeren findest.

      Kaffeecupping- Handcraft Coffee

      Am besten bereitest du den Kaffee aus Kenia in einem Handaufguss, z.B. in einem Porzellanfilter. Eine Auswahl haben wir für Dich hier getroffen. Beachte dabei bitte, die richtige Kaffeemenge, den Mahlgrad und die Wassertemperatur. Nur dann entfaltet der wunderbare Kaffee sein volles Potenzial. In unserem Magazin findest Du Tipps zu der richtigen Zubereitung des Filterkaffees.

      In diesem Sinne: Enjoy!

       

      Photocredit: www.unsplash.com, Luca Zanon

      Quellen: www.scaa.com, www.wikipedia.de, www.bluebottlecoffee.com

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