Kaffee Magazin

Dunkle vs. helle Kaffeeröstung. Wo ist der Unterschied?

Was ist eine helle und eine dunkle Kaffeeröstung? Wo sind die Unterschiede und lassen sie sich schmecken? Ich habe für euch eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Merkmale vorbereitet und hoffe damit einige Euren Fragen beantwortet zu haben ;)

Es ist bekannt, das Kaffee mehr Aromen enthält als Wein. Man hört oft, der Kaffee schmeckt nüssig oder schokoladig. Dieser Geschmackliche Vielfalt des Kaffees fängt dabei gerade erst an. Denn es sind mehr als Achthundert Aromen, die sich in jeder einzelnen Kaffeebohne verstecken. Eine geschulte Zunge erkennt Aromen von Gras oder Kräutern, florale oder malzige Noten, aber auch fruchtige Noten, von den Zitrusfrüchten bis zum Apfel. Um diese Aromen aus der Kaffeebohne herausholen zu können, braucht der Kaffeeröster jede Menge Erfahrung, Feingefühl und Kenntnisse über das Produkt Rohkaffee, denn er wissen muss, welche Temperatur und welche Röstzeit diese eine bestimmte Kaffeesorte benötigt, um das beste Geschmacksprofil erhalten zu können. Beim Rösten entscheiden nur wenige Sekunden über das Geschmacksergebnis. Um die Aromavielfalt zu erfassen hat die SCAA ( Specialit Coffee Association of America) eine Kaffee- Aromarad entwickelt.

Kaffeerad- Handcraft Coffee Magazin

Was passiert mit Der Kaffeebohne beim Rösten?

Eine Röstung kann aus ein und demselben Rohkaffee ganz unterschiedliche Geschmacksprofile hervorbringen. Jede Röstung trägt die Unterschrift des Kaffeerösters.

Dabei schein das Prinzip des Röstens ganz einfach zu sein. Je höher der Röstgrad, desto dunkler ist die Röstung gleichzeitig mit dem zunehmenden Röstgrad werden immer mehr Säuren abgebaut. Dabei sind es eben die feinen Säuren, die die Nuancen in der Tasse Kaffee bestimmen. Diese feine Säure sollte aber nicht mit „sauer“ verwechselt werden. Zu kurz gerösteter Kaffee kann sauer schmecken und ist eine negative und ungewollte Aromaeigenschaft. Oft als unbekömmlich bezeichnet. Die Röstung wird von zwei wichtigen Faktoren bestimmt – der Temperatur, die zwischen 180 °C und höchstens 220 °C liegt. Die Röstzeit ist abhängig von der Kaffeebohne und davon, welchen Geschmack der Röster dem Kaffee letztendlich verleihen will. Die Röstzeit ist spezifisch für jede Kaffeebohne. Durch das Erhitzen der Kaffeebohne wird das in ihr enthaltene Wasser erhitzt und es verändert sich von flüssig zu gasförmig. Dadurch vergrößerst sich die Bohne bis ihre Wände irgendwann zu platzen beginnen. Wenn die Bohne aufbricht, gibt es ein hörbares Knacken, ähnlich wie ebim Popcorn. Das wird auch „First Crack“ genannt. Vor dem ersten Crack ist der Kaffee nicht fertig geröstet. Nun es ist jetzt dem Röster überlassen, ob der Röstprozess fortgesetzt wird und der zweiter Crack erreicht wird oder nicht. Die hellen Röstungen werden nach dem ersten Knacken abgebrochen, die dunklen oft erst nach dem zweiten. Hier kommen die Begriffe wie italienische oder französische Röstung ins Spiel. Generell, man kann beobachten, dass je südlicher in Europa wir uns Bewegen desto dunkler Röstungen werden bevorzugt.

Hell gerösteter Kaffee

Schon seit einigen Jahren wir die sog. Third Wave Coffee (die Dritte Kaffee Welle) beobachtet. Einer der Merkmale ist die Tendenz die Kaffees hell zu rösten. Dabei spielen besonders die Geschmacksvielfalt und die individuellen Geschmacksnoten unterschiedlicher Kaffeesorten eine entscheidende Rolle. Jede Kaffeesorte soll ihr individuelles Geschmacksprofil entwickeln, und das kann von Ernte zu Ernte unterschiedlich sein, den auch Faktoren wie Sonnenbestrahlung, Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit die Kaffeepflanze in ihrem Wachstum beeinflussen.

Je heller die Röstung desto mehr feinen Säuren bleiben in der Kaffeebohne enthalten und desto aromatischer schmeckt der Kaffee. Es sind durchaus fruchtige und aromatische Röstungen. Helle Röstungen schmecken nach Jasmin, Zitrusfrüchten, Heidelbeeren oder Rosinen.

Dunkle vs helle Kaffeeröstung- Handcraft Coffee

Dunkel gerösteter Kaffee

Während des Röstens, durch die zunehmende Aussetzung der hohen Temperaturen werden die feinen Säuren abgebaut und durch Bittersoffe ersetzt. Der Zucker in der Kaffeebohne beginnt zu karamellisieren, wodurch sich auch eine süßliche Note entwickelt. Bei dunklen Röstungen wird oft der „Second Crack“ abgewartet bevor der Röstprozess beendet wird. Bei dem zweiten Knacken muss der Kaffeeröster vorsichtig vorgehen. Denn vor allem die Oberfläche der Kaffeebohnen beginnt zu verbrennen. Der Kaffee schmeckt dann nur noch bitter und eine leichte ölige Schicht bildet sich an der Oberfläche, durch die austretenden Kaffeeöle aus den zerstörten Zellstrukturen. Die dunkelgerösteten Kaffees schmecken süßer und herber. Geschmacksnoten, die hier entwickelt werden sind oft, Karamell, dunkle Schokolade, Kakao, Haselnuss.

Dunkle vs. helle Kaffeeröstung- Handcraft Coffee

Vielleicht beim nächsten Mal wenn, Du Deinen Lieblingskaffee genießt, entdeckst Du dabei eine neue Nuance oder aber Du hast Lust bekommen etwas neuen auszuprobieren? Schaue in unserem Kaffeeshop vorbei und entdecke einen neuen Kaffee!

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