Kaffee Magazin

Amsterdam- Der Rising Star der modernen Kaffeeszene.

An einem heißen Juli-Tag habe ich mich für Euch auf den Weg gemacht und besuchte die wunderbare Stadt Amsterdam um die lokale Kaffeeszene zu erkunden. Amsterdam wird nämlich als der Rising Star der neuen Kaffeebewegung gehandelt. Unzählige Cafes und Kaffeeröstereien im Amsterdam sprießen wir Pilze nach dem Regen.
Amsterdam ist ein Beispiel für eine Wendung, die sich grade auf der Kaffeeszene vollzieht. Noch ist die traditionelle französische und italienische Kaffeekultur mit dunklen Röstungen stark präsent, jedoch die Dritte Kaffee Welle findet immer mehr Anhänger und Orte, an den die neuen hellen Röstungen angeboten werden.
 
Wie es sich für einen Amsterdam- Trip gehört, bin ich auf einem Fahrrad unterwegs, was sich als eine gute Entscheidung entpuppt. Ich besuchte Orte weit weg von den Touristen-Zentren, die im keinen Reiseführer stehen.
 
Mein erstes Ziel war die zentral gelegene
 
COFFEE COMPANY AM OSTERDOOK.
 
Coffee Company ist eine feste Instanz zwischen all den Cafés in Amsterdam. Das Unternehmen verfolgt ein erfolgreiches Konzept, das für alle Kaffeeliebhaber, Designer und Künstler ein Treffpunkt bietet. Allee Kaffees stammen aus eigener Röstung. Die erste Filiale eröffnete bereits im Jahr 1996 und inzwischen gibt es 35 Niederlassungen in Amsterdam, Den Haag, Utrecht, Groningen, Leiden und Rotterdam. Mit dem neu eröffneten Geschäft am Osterdook, nicht weit vom der Amsterdam Centraal Statio, schafft Coffee Company einen Ort, wo ausschließlich Third Wave Kaffees (und Tees) ausgeschenkt werden.
 
Es ist ein schönes modernes Café mit industriellem Touch und vielen bunten Akzenten, die dem Ort ein warmes und sympathisches Ambiente verleihen. Im Hintergrund schlummert eine leise Musik zum Entspannen. Es ist Zeit für den ersten Kaffee des Tages.
Ich entscheide mich für den Rocko Mountain, Äthiopien, Yirgacheffe, ungewaschen, aus dem Kalita Handfilter.
Warm besitzt der Kaffee eine delikate Süße und kaum bemerkbare, sehr angenehme Säure. Das Getränk ist sehr hell, fast teeartig und schön aromatisch, leicht herb.
Nachdem der Kaffee abkühlt kommen die fruchtigen Aromen zum Vorschein. Beeren und Kräuter lassen sich schmecken.
Cafes in Materdam- Handcraft Coffee
Mein zweiter Stopp ist die
 
SCANDINAVIAN EMBASSY.
 
Scandinavian Embassy ist ein Ort, wo Kaffee auf hervorragende Küche und modernen Modedesign trifft. Es liegt in einer ruhigen Straße direkt an einem Park im Stadtteil Nieuwe Pijp (zurzeit leider Bauarbeiten, was die Ruhe etwas stört), etwas weit von Zentrum entfernt.
In diesem gemütlichen kleinem sehr ruhigem Lokal werden nur skandinavische Kaffees angeboten, zurzeit von Drop Coffee Roasteres (Stockholm, Schweden) und Coffee Colectiv (Frederiksberg, Dänemark). Das lokal besticht durch skandinavische Einrichtung. Naturholz und große Fenstern, die den Laden mit Licht durchfluten und und die Besucher zum Verweilen einladen.
Es ist ein heißer Tag ist und ich entscheide mich diesmal für einen auf Eis gekühlten Kaffee. Handaufgebrühter Drop Coffee Rodriguez Villa Tunari, Bolivien, Varietät: Caturra, full washed.
Der kalte Kaffee hat einen mittleren Körper, ist vollmundig und zeichnet sich durch Vanille- und Karamellnoten.
Ich probiere ebenso den Kombucha aus getrockneten Kaffeekirschen. Ein ungewöhnlicher Geschmack, der nicht viel mit Cascara gemeinsam hat, aber eine willkommene Erfrischung an einem heißen Tag ist. Überzeugt Euch selbst.
Scandinavian Embassy Amsterdam- Handcraft Coffee Magazin
 
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LOT SIXTY ONE.

Im Jahr 2013eröffneten Adam und Paul, zwei Australier die Kaffeerösterei Lot Sixty One im Herzen von Amsterdam. Seitdem arbeiten die beiden Kaffeeröster daran die feinste Kaffee-Bar und Rösterei in Holland zu sein. Und es scheint, als wären sie auf einem guten Weg. Die Lot Sixty One Coffeeroastery ist ein belebter Ort, direkt an der Hauptstraße Kinkerstraat. Als ich dort ankomme ist es ein früher Nachmittag, das Geschäft ist gut besucht. Sowohl draußen auf der kleinen Terrasse alsauch Innen, tummeln sich Menschen zwischen 20 und 60 Jahren. Es ist ein hipper angesagter Ort für Junge und Junggebliebene. Im Hintergrund hört man die Klänge von Cypress Hill, der Ort hat einen New- York- Brooklyn Flair (es liegt vielleicht dran, dass einer der Besitzer schon mehrere Brew Bars in New York eröffnete und wurde von der New York Times zu den besten Kaffee Hot Spots in Big Apple gezählt). Allee Kaffees die bei Lot 61 geröstet werden, werden in direktem Handel mit dem Kaffeebauern eingekauft.
Bei Lot Sixty One trinke ich diesmal einen hausgebrühten Cold Brew „High speed“, was eigentlich alles verrät. Das über 16 Stunden in einem Brew Tower gebrühte Getränk fließt in mein Glas aus einer goldenen Zapfanlage. Er schmeckt vollmundig und hat eine leichte Süße. Ich denke an dunkle Schokolade, mit Noten von braunem Zucker. Ein sehr dunkles Gebräu
.Lot 61 Amsterdam- Handcraft Coffee Magazin
 
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WHITE LABEL COFFE.

Es ist ein Speciality Coffee Röster. Bei White Lebel Coffee wird der Schwerpunkt auf Qualität, Transparenz und Nachhaltigkeit gesetzt, auch hier werden Kaffees durch Direct Trade gehandelt. Exotische Pflanzen und alte Vinyl-Platten auf der Wand verteilen sich auf verschiedenen Ebenen und verleihen dem Café eine kreative Energie. Auf der höchsten eben befindet sich die kleine Bar mit der Kees van der Westen „Spirit“ Maschine.
Hier trinke ich eine Kenya AA Iyego Watuha, gewaschen. Eine sehr helle Röstung, fast schon teeartig.
Kurz nach dem Servieren: Typisch für einen Kenianer ist die bemerkbare aber sehr angenehme und ausbalancierte Säure. Der Kaffee hat einen milden Körper, ist sehr fruchtig, mit leichten Zimt- und Zitrusnoten.
Als der Kaffee abkühlt, lassen sich die fruchtigen Nuancen noch mehr spüren auch die Säure wird ausgeprägter. Schmecke ich da etwa Erdbeeren? Dazu esse ich ein Stück hausgemachtes Bananenbrot, das beste was ich je gegessen habe.
Die besondere Inneinrichtung, der hervorragender Kaffee und das Bananenbrot machen White Label zu einem Ort, der definitiv einen Besuch wert ist.
white Label coffee Amsterdam- Handcraft Coffee Magazin
 
Auf die Empfehlung des Baristas führt mich mein letztes Ziel in den Grachtenviertel.
 

BACK TO BLACK

Das kleine Café eröffnete im Jahr 2014. Wunderschön gelegen, nicht weit von der Prinzengracht. Auch hier werden selbst geröstete Kaffees serviert, unsichtbar für den Besucher steht der Giesen Röster im Keller des kleinen Geschäfts. Außer Kaffee werden hier auch andere selbstgemachte Köstlichkeiten angeboten, wie z.B ein Espresso- Brownie, Smoothies und Cupcakes oder vegane Power Balls. Ich sitze an einem großen Fenster mit dem Blick auf die Grachten.
Es ist mein letzter Kaffee für diesen Tag. Ich entschiede mich für einen Ruanda Iwacu, full washed, aus dem Siphon. Es wird mir ein sehr klares Getränk serviert, mit einem leichten Körper und einer leichten Schärfe. Wenn er abkühlt kommen die Fruchte zum Vorschein, es erinnert mich an Grapefruit. Ein angenehmer Abschluss eines eindrucksvollen Tages.
 Back To Blac Coffee Mastrdam- Handcraft Coffee Magazin
www.backtoblackcoffee.nl
 
Für alle, die sich für einen Trip nach Amsterdam entscheiden, kann ich diese Brew Bars nur empfehlen.
Ich habe tolle Kaffees getrunken, jeder von einer ausgewählten Qualität und einem besonderen Geschmack. Jeder von diesen Orten, die ich besucht habe, ist anders und strahlt eine andere Energie aus.
Am Ende des Tages bin ich ca. 15 km auf dem Fahrrad durch Amsterdam geradelt (auch das eine oder andre Mal verfahren). Ich habe nette Menschen getroffen, tolle Orte gesehen und fantastischen Kaffees getrunken. Es war ein gelungener Tag.
 
Quellen:
Unsplash.com; Jace Grandinetti
http://www.coffeecompany.nl
www.scandinavianembassy.nl
http://lotsixtyonecoffee.com/
www.whitelabelcoffee.nl
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